Sport & Fokus



Seit etwas mehr als einer Woche kann ich wieder ins Fitnessstudio gehen - endlich - und ich habe schnell gemerkt, wie sehr mir das in den letzten 18 Monaten gefehlt hat. Sport hilft mir nicht nur, ausgeglichener zu sein, er schafft Platz in meinem Kopf. Platz für die wichtigen Dinge, auf die es sich zu fokussieren gilt.


Beim Sport kann ich wahlweise abschalten oder konzentriert an Plänen, Plottlöchern oder neuen Geschichten arbeiten. Ich kann Vergangenheitsbewältigung betreiben, Zukunftsvisionen entwickeln oder mich einfach treiben lassen.


In den letzten Monaten, als die Studios allesamt geschlossen waren, bin ich sporadisch laufen gewesen. Mal mehr, mal weniger, aber etwas habe ich immer gemacht. Seit einer Woche bin ich jeden Tag aktiv, erst im Studio (mit anschließendem Saunadurchgang) und dann auf der Straße, um zu laufen. (Ich habe eine sehr genaue Vorstellung davon, wo ich mit meinem Körper hinwill, das Ziel fest vor Augen und bin maximal motiviert, es zu erreichen. Bericht folgt.)


Bereits jetzt, nach wenigen Tagen, herrscht Klarheit in meinem Kopf darüber, was ich will und was ich nicht will. Daher habe ich einige Entschlüsse für die Jahre 2021 und 2022 gefasst - einer davon: Ich werde mich nicht mehr mit Menschen umgeben, die mir nicht guttun. Das Leben ist zu kurz für Kompromisse, und Kompromisse bedeuten immer, dass man für Dinge, die wirklich wichtig sind, zu wenig Zeit hat.


Jetzt habe ich (m)einen Plan, kann diesen visualisieren und Schritt für Schritt umsetzen. Das ist eine ungemeine Erleichterung, sorgt es doch dafür, dass man nach einer Zeit des »Chaos« nach vorne schauen kann, eine Perspektive hat, den Weg ganz klar vor Augen sieht.


Mein Fokus ist nicht unbegrenzt (impliziert bereits die Bezeichnung), offen gestanden kann ich mich immer nur auf wenige Dinge zu selben Zeit konzentrieren. Ohne näher ins Detail gehen zu wollen, sieht meine Prioritätenliste wie folgt aus:

  1. Familie / weitere Familienplanung

  2. Elasticbrains - mein Brotjobgeber

  3. Schreiben - »Das Dorf« und »FUCK« werden dieses Jahr erscheinen

  4. Abgedreht & Aufgedreht - die Anthologie, bei der ich als Herausgeber fungiere, wird dieses Jahr erscheinen

  5. Arbeit als Lektor ausbauen - Stichwort: 2. Standbein

Dazwischen so viel wie möglich Sport. :) Meine Familie steht und wird immer an erster Stelle stehen, ebenso mein Brotjob bei Elasticbrains, ist es doch genau dieser, der alles andere erst möglich macht.


Die Arbeit als Autor und Lektor macht mir von allem am meisten Freude, daher versuche ich, so viel Zeit wie möglich darauf zu verwenden, ohne die ersten zwei Punkte zu vernachlässigen. Gut möglich also, dass eines meiner zwei Bücher nicht in diesem Jahr erscheinen wird. 🤷🏻‍♂️


Aber wisst ihr was? Ich setze mich nicht mehr unter Druck. Das hemmt (hat mich in der Vergangenheit gehemmt), und das hat dazu geführt, dass ich stellenweise keine Lust hatte, zu schreiben. Für jemand, der sich Autor nennt, irgendwie uncool.


Jetzt wisst ihr Bescheid - auch wenn dieser Beitrag für die meisten von euch ziemlich wertlos sein wird - wollte ich euch dennoch an meinem Innenleben teilhaben lassen und einen literarischen Ausblick auf den Rest des Jahres geben. :)


Hoch die Hände ...

Ben



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